Heimerfolg gegen St. Valentin


Nach zuletzt zwei Siegen am Stück in der Oberösterreich-Liga hatte der ASK Case IH Steyr St. Valentin mit einer mächtigen Portion Selbstvertrauen die Reise ins Kremstal zum SV Grün-Weiß Micheldorf angetreten. Dort gab es aber schlussendlich nichts zu holen. Die Zauner-Elf setzte sich mit 3:1 durch und gab gleichsam die perfekte Antwort auf die empfindliche Niederlage der Vorwoche gegen den amtierenden Meister aus Weißkirchen.

 

Heimischen stellen schon in Hälfte eins Weichen auf Sieg
Eine kompakte Defensive und Fokus auf das Umschaltspiel in die Offensive: Es handelt sich hierbei um zwei zentrale Eckpfeiler des Micheldorfer Matchplans, mit denen der Gastgeber dem Kontrahenten aus Niederösterreich heute richtig zusetzte. Die brutale Qualität bei Umschaltmomenten zeigte der Liga-Dino ein erstes Mal so richtig in Minute 27, als Trojan Maloku in der eigenen Hälfte das Spielgerät eroberte, sofort mit weiten, raumgreifenden Schritten samt Ball am Fuß die Tiefe suchte und mit einem satten Schuss ins lange Eck das 1:0 besorgte. Nur vier Minuten später der nächste Dämpfer für den ASK, der heute augenscheinlich nicht an die so starken Performances der vergangenen Runden anknüpfen konnte: Kevin Brandstätter markierte vom Kreidepunkt das 2:0, nachdem Robin Mayr-Fälten im Strafraum des Gegners mit unerlaubten Mitteln gestoppt worden war. Von den Gästen kam indes wenig in Durchgang eins. Eine im Verbund kompakt verteidigende Defensive Micheldorfs schaffte es, dass die individuell so stark besetzte Angriffsabteilung St. Valentins kaum zur Entfaltung kam.

 

Riedl-Truppe sorgt nur noch für Ergebniskosmetik
Nach dem Seitenwechsel blieben die Micheldorfer druckvoll und belohnten sich für einen bis dato makellosen Auftritt mit dem 3:0. Luca Mayr-Fälten geriet nach einem Corner in Ballbesitz und packte dann das ganz große Gefühl aus, um das Leder vom Strafraumeck in den langen Winkel zu zirkeln (51.). Im Verlauf der zweiten Hälfte entwickelte sich dann eine rasante Partie, in welcher beide Konkurrenten mit offenem Visier zu Werke gingen. Nachdem auf Seiten der Micheldorfer die beiden Mayr-Fälten-Brüder am Aluminium gescheitert waren (Luca maximal spektakulär mit einem Schussversuch von der Mittellinie), gelang den Gästen immerhin noch das 3:1. In der wohl besten Phase des ASK stach Joker Patrick Lachmayr nach einer Kopfball-Vorlage von Thomas Fröschl (86.).

 

Stimmen zum Spiel:
Ronald Höllhuber (sportlicher Leiter SV Grün-Weiß Micheldorf):
„Wir haben verdient gewonnen. Es war eine geschlossene Mannschaftsleistung. Dass wir nicht zu Null gespielt haben, ist ein kleiner Wermutstropfen. Für uns ist das aber ein sehr gutes Ergebnis.“

 

Die Besten: David Kühhas (RMF), Kevin Brandstätter (ZMF)

 

Peter Riedl (Trainer ASK St. Valentin):
„Das ist schade! Wir hätten uns gerne mit einem Sieg vorne festgesetzt. So rückt das Mittelfeld wieder richtig eng zusammen. Micheldorf zeigte mehr Bereitschaft, Aggressivität und Effizienz. Daher ist der Sieg verdient.“


Foto: Helmut Dietmaier

Text: Ligaportal