Nachbericht zum Spiel gegen Union Edelweiss

Extrem schwere Tage und Wochen durchlebt der SV Grün- Weiß Micheldorf: Nachdem die Dickinger-Truppe zwischenzeitlich sogar auf Platz drei der Oberösterreich- Liga rangierte, folgte mit der schwerwiegenden Verletzung von Topstürmer Antonio Dukic der erste Rückschlag. Seiter haben die Grün-Weißen gehörige Probleme, den schmerzhaften Ausfall zu verkraften und sind folglich seit zwei Spielen sieglos. Im heutigen Duell gegen die Union Edelweiss Linz, die beim 4:4-Spektakel gegen Bad Ischl zuletzt für Aufsehen gesorgt hat und damit auch ihre ungeschlagene Serie von ganzen sieben Partien prolongierten, konnte man zwar eine deutliche Leistungssteigerung erzielen, stand schlussendlich aber erneut mit leeren Händen da.

 

Ausgeglichener erster Durchgang

Vor rund 300 Zusehern nahmen die favorisierten Gäste das Zepter zunächst in die Hand und hatten bereits nach wenigen Augenblicke die erste große Einschussmöglichkeit, die allerdings Bernd Schrattenecker bravourös entschärfte. Doch auch die Grün-Weißen benötigten kaum Anlaufzeit und begegneten dem Tabellendritten durchaus auf Augenhöhe. Trotz eines bis dato couragierten Auftritts liefen die Dickinger-Schützlinge dann ab der 17. Minute dennoch einem Rückstand hinterher, als sich Manuel Pichler aus gut zwanzig Metern ein Herz nahm und per Flachschuss das 1:0 für die Landeshauptstädter besorgte. Davon unbeeindruckt agierten die Hausherren fortan temporeich sowie geradlinig und wurden insbesondere über die Flügel brandgefährlich. Kurz vor dem Gang in die Kabinen belohnte man sich dann auch mit dem verdienten Ausgleichstreffer: Nach wunderschöner Vorarbeit von Rene Gumplmayr schoss Ajas Karic per Halbvolley ins kurze Eck zum vielumjubelten 1:1 ein.

 

Elfmeter sorgt für Vorentscheidung zugunsten der Gäste

Nach dem Seitenwechsel erarbeiteten sich die Gastgeber immer bessere Spielanteile, was nicht nur, aber vor allem daran lag, dass man fortan insbesondere im Mittelfeld kompakter agierte. Die so spielstarken Akteure der Linzer hatten folglich Schwierigkeiten, ihre Stärken auf den Platz zu bringen. Umso überraschender fiel dann der Führungstreffer der Kondert-Truppe: Nach einem misslungenen Freistoß der Grün-Weißen schalteten die Landeshauptstädter blitzschnell um, Florian Sprinzing vollendete den lehrbuchmäßig vorgetragenen Konter problemlos. Dieser Nackenschlag schien die Hausherren sichtlich aus der Bahn zu werfen, nur wenige Augenblicke später musste der heimische Schlussmann erneut hinter sich greifen: Nach einem vermeintlichen Handspiel im Sechzehner behielt Kenan Ramic vom Elfmeterpunkt die Nerven – 3:1. Im Anschluss bewiesen die Grün-Weißen jedoch tolle Moral und drückten in der Schlussphase vehement auf den Anschlusstreffer. Das Tor von Jonas Stöckler nach wunderbarer Vorarbeit des eingewechselten Qail Idrizi kam allerdings zu spät, die Union Edelweiss Linz brachte den Erfolg in einer hitzigen Begegnung schlussendlich knapp über die Zeit.

 

Stimmen zum Spiel

Gerald Dickinger-Neuwirth (Trainer SV Grün-Weiß Micheldorf):

„Die Partie darf man normalerweise nicht verlieren. Wir müssen uns das aber selber ankreiden, da wir in der starken Phase nach der Pause nie ein Tor bekommen dürfen. Sonst kann ich der Mannschaft wenig vorwerfen, sie hat alles versucht. Das Spielglück ist momentan einfach nicht auf unserer Seite.“

 

Lukas Moser (Sportlicher Leiter Union Edelweiss Linz):

„Das war eine sehr hitzige Partie. Wir sind sehr positiv ins Spiel gestartet, haben dann aber leider das 1:1 erhalten. Zum Schluss ist es nochmal spannend geworden, der Sieg geht aber sicher in Ordnung.“

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